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Taucherkrankungen im Urlaub vorbeugen: Blitzstart beim Tauchen nicht ohne Risiko
Richtige Vorbereitung und Fitness sind wichtig
Dr. med. Hellmuth Sümmerer vom Druckkammerzentrum Freiburg hält Fitness bei Tauchern für wichtig. „Die Gefahr von Taucherkrankungen nimmt für den nicht
vorbereiteten Taucher überdurchschnittlich zu. Eine raschere Ermüdung und damit Erschöpfung unter Wasser führt zu Atembeschwerden, Muskelkrämpfen und erhöht damit die
Gefahr einer Dekompressionserkrankung. Auch Raucher ermüden schneller und können sich durch Atemwegsreizung gefährden. Die Ausdauer zu trainieren, ist immer
sinnvoll.“ Sümmerer empfiehlt Schwimmen als beste Vorbereitung oder auch Walking. Sümmerer außerdem: „Wenn der Winterspeck noch nicht wieder runter ist, kann
mehr Blei notwendig werden. Sinnvoll ist die Eingabe eines Handicaps im Tauchcomputer, soweit möglich, oder Tauchtiefen und Tauchzeiten vorsorglich zu verkürzen“.
Übergewichtige Menschen sollten es also ruhiger angehen lassen. Ihnen rät Hellmuth Sümmerer zudem von Wiederholungstauchgängen ab sowie von so genannten
Jo-Jo-Tauchgängen und von dekompressionspflichtigen Tauchgängen. Dies ist aber nicht der einzige Punkt, dem der Taucher seine Aufmerksamkeit widmen muss. „Oft wird
die Ausrüstung nach einer langen Tauchpause nicht mehr beherrscht oder es soll mit einer neuen Ausrüstung getaucht werden. Ein neuer Anzug wird sinnvollerweise vor
Reiseantritt in Ruhe austariert. Am besten wird mit der ganzen Ausrüstung vorher in einem heimischen Gewässer geübt“. Tauchen ist kein Sport wie jeder andere,
weshalb sich der Taucher rechtzeitig vor dem Urlaub untersuchen lässt. „Befunde und Vorgeschichte stehen am Heimatort zur Verfügung und können bei der Beurteilung, ob
und wie ein Taucher aus ärztlicher Sicht tauchen kann, mit einfließen.“ Hellmuth Sümmerer rät außerdem dazu, nicht nur den Tauchurlaub, sondern vor allen Dingen
auch jeden einzelnen Tauchgang sorgfältig zu planen.
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