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STARTSEITE REISE Reise Inhalt Ostsee Lehmberg

Gesucht: Tauchplatz Lehmberg

by Roland Glorius 8.03

„Geheimtipp“: Tauchplätze in der Ostsee

Das Buch „Tauchplätze in der Ostsee“ aus dem Jahrverlag machte uns neugierig. In der Eckernförder Buch soll es einen Tauchplatz geben bei dem Tiefen von 27 m erreicht werden können. Davon wollten wir uns selbst überzeugen. In der Beschreibung stand „der Spot befindet sich zwischen den Campingplätzen Langhoved und Karlsminde“.


Wir starten also am frühen Abend die Suche nach dem Tauchplatz in Karlsminde. Leider wurden wir nicht fündig. Trotz intensiver Nachfragen - Langhoved kannte dort niemand.
Einen Campingplatz weiter wurden wir aufgeklärt Langhoved hieße jetzt Langhölz. Vor Ort nachgeforscht befand sich dort auch ein Campingplatz aber nicht der gesuchte Tauchspot und - es gibt insgesamt drei Campingplatze zwischen Langhölz und Karlsminde.
Nach zwei Stunden neuerlicher Suche landeten wir am Campingplatz Lehmberg. Dort wurde uns der Zugang zum Wasser großzügig gestattet.
Inzwischen war es fast dunkel als wir im Tauchgerödel und mit Lampen bewaffnet das Wasser betraten. Wie beschrieben wollten wir zur Boje schnorcheln und dann abtauchen. In Strandnähe gab es viele Büsche mit Blasentang im Wasser.
Etwas weiter weg vom Ufer bewegen wir uns über eine Seegraswiese.
Statt der im Buch versprochenen 10 bis 13 m Tiefe, konnten wir an der Boje noch den Sandboden berühren.
Wir entschlossen uns noch 100 m in Richtung Buchtmitte zu schnorcheln, dann tauchten wir ab.
Es war kaum zu glauben welches Leben uns auf dem Sandboden erwartete.
Überall steckten Sandaale ihre Köpfe neugierig aus dem Sand, der außerdem von zahlreichen Strandkrabben bevölkert war.
Vereinzelt klebten kleinere Seesterne am Boden.
Garnelen gruben sich vor uns rasch in den Sand ein und Sandgrundeln ruhten träge auf dem Boden.
Nach einer gehörigen Strecke fiel der Boden ab. Ein Stellnetz stand quer zu unserem Kurs. Nachdem wir es hinter uns gelassen hatten fiel der Grund steil ab. Die Farbe des Grunds wechselte nach Weiß und es gab einige Schollen und Dorsche zu sehen. Rasch hatten wir die Tiefe von 22 m erreicht und das Fini mahnte zur Rückkehr...
Wichtiger wäre noch der Ausfall der Lampen zu erwähnen gewesen...
Eine Seenadel wies uns die Nähe zum Ufer, das wir erst nach 70 Minuten erreichten.

Fazit

Unser nachweislich recherchierter Eindruck: Das Buch hat sicherlich einen gewissen Unterhaltungswert ist aber in seiner Aussagekraft deutlich mangelhaft.
Diesen wirklich schönen Nachttauchgang verdankten wir nur unserer Hartnäckigkeit und einer großen Portion Glück.

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